A trip to the city of Romeo and Juliet

posted on: Samstag, 22. Februar 2014


Just quickly jumping in to show you some impressions of our daytrip to Verona on Thursday. Such a beautiful place, even though the casa di Giulietta is a little bit disappointing, regarding the fact that the greatest love story of all time is supposed to have taken place there.



The carnival has just started and woke sleepy Venice from its hibernation. There are plenty of stories to tell and thoughts to write down, but for some reason I could not get myself to do that recently - which is a pity, since quite a few moments might be forever lost now. Next week my last Uni courses are starting and I begin to feel some kind of day-to-day-routine with the people, the university, the life. That might have been the reason why I was so shocked when the boyfriend, who just dropped by for a mini-vacation, reminded me that I have already been here for two months and that I merely have another four left. Holy crap, time is flying!











Anyway, I hope everyone is doing great and I will be back soon with more exciting things to tell.

Lots of love

Xx

Murano 9/2/14

posted on: Mittwoch, 12. Februar 2014

Speechless.








#KAFFEESÄTZE No 1: Wege in die Arbeitslosigkeit - Klassisch Studieren oder lieber ganz was anderes?

posted on: Sonntag, 9. Februar 2014

Hey guys! Today Ani and I are launching our new project #KAFFEESÄTZE. Unfortunately these monthly posts will be in german, but I will we back soon with my english posting routine. Thanks for your understanding!

Freunde der Sonne, es ist soweit! Heute starten Ani und ich unsere neue Serie, die #KAFFEESÄTZE. Wie ja bereits angekündigt, sind die Spielregeln dabei ganz einfach: Man nehme ein Thema, das eine oder beide der schreibwütigen Bloggerinnen gerade beschäftigt. Die eine denkt, wünscht und wütet auf Papier, die andere zieht mit ihrem Text nach. Am Ende entstehen zwei kleine Kolumnen, die kontrovers sein mögen oder ganz konform gehen - denn Absprechen ist verboten. Dazu gibts Koffein und eine kleine Nascherei. Und im Anschluss kann natürlich weiter diskutiert werden. Unter dem Hashtag #Kaffeesätze seid ihr herzlich eingeladen eure Gedanken im Sozialen Netzwerk eures Vertrauens oder gleich in der Kommentarfunktion kund zu tun.

Heute geht es ums Thema Studium. Denn da haben Ani und ich uns jeweils für ganz unterschiedliche Varianten entschieden. Aber lest selbst.

Kaffee und Schoki - so klassisch, so lecker mag es die liebe Ani.
Ani erzählt:

Ich habe nie studiert. Und manchmal erwische ich mich dabei, dass ich mich dafür schäme, denn in meiner Generation hat fast jeder zumindest mal irgendwann irgendwas studiert – vor allem mit einem soliden, bayerischen Abitur, wie ich es habe. Haha.

Naja. Meine Ausbildung zur Schauspielerin war einem Studium insofern ähnlich, dass ich am Anfang nur gefeiert habe und zum Ende hin die Panik bekam, ich würde nicht gut genug sein. Zukunftsängste haben wir Schauspieler ja erfunden. Mittlerweile bin ich seit über drei Jahren fertig mit meiner Ausbildung und empfange meine vorerst arbeitslosen, studierten Freunde mit den Worten „Willkommen im Club!“. Die meisten um mich herum haben hervorragende Abschlüsse hingelegt und sind trotzdem erst mal famos in die Arbeitslosigkeit geschlittert. Da stehe ich dann bereit, um ihnen zu erklären, dass das nicht so schlimm ist, dass es nicht der Anfang vom Ende ist, sondern ganz bald das Ende vom Anfang.

Mittlerweile weiß ich, dass ich einer dieser Studenten gewesen wäre, der nie weiß, welche Fächer er belegen soll und wahrscheinlich ständig abgebrochen hätte.

Einen ganz entscheidenden Grund gab es allerdings für den Wunsch eines Studiums: Das Auslandssemester. Das, was du liebe Gina und mein Freund gerade genießen können. Vielleicht reise ich deswegen in jeder freien Minute.

Rückblickend glaube ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Auch die Fehler sind ja irgendwie richtig, das wissen wir meist im Nachhinein. Auch wenn ich nicht weiß, wie regelmäßig ich weiterhin vor der Kamera stehe, so hat mir die Ausbildung viel gebracht in puncto Selbstbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit und dem Erlernen, an sich selbst zu glauben. Die Schauspielschule ist eine Therapie, eine fiese und manchmal hinterlistige Schule, von der man allerdings Einiges mitnehmen kann. Hätte ich sie nicht gemacht, hätte ich mich mein Leben lang gefragt, was wäre gewesen, wenn... Und das ist eine Frage, die ich schon immer versuche zu vermeiden. Sie raubt die nächtliche Ruhe und zaubert Sorgenfalten. Von denen habe ich bis jetzt keine. Hell yeah.

In der Mittagspause gibts für Gina einen Café Latte to go und Sternchenkekse. Aber nicht alle auf einmal. Niemals.


Gina erzählt: 

Draußen scheint die Sonne, aber davon bekommen wir in dem fensterlosen 200-Mann-Hörsaal nicht wirklich viel mit. Seit 45 Minuten redet vorne ein Professor über den Anbruch der Neogothik, während meine Sitznachbarin Level 105 bei Candy Crush knackt. Dazwischen ich, die sich wieder mal die bohrende Frage stellt: Was mache ich hier eigentlich?

Zu Schulzeiten war ich der festen Überzeugung, das Studium würde die Zeit meines Lebens werden. Tagsüber würde ich wie Rory Gilmore mit Bücherstapeln beladen von einem spannenden Seminar zum nächsten hetzen, und abends mit dem zukünftigen Hemingway in verrauchten Kneipen über Literatur und Philosophie streiten. Die Realität holte mich da allerdings schneller ein als ich „Existenzialismus“ sagen konnte.

Das Witzige ist, liebe Ani, dass du sagst, du wärest wohl so eine, die ständig abgebrochen hätte, denn nach einem Jahr schoss ich Philosophie und Medienwissenschaften in den Wind und fing mit Kunstgeschichte und Germanistik noch einmal von Neuem an. Weniger, weil mir meine Fächer nicht gefielen, sondern mehr, weil mich einfach eine Menge interessiert. 

Und obwohl ich den Laden manchmal gerne auf die Grundmauern niederreißen würde, ist mir vor allem die Freiheit wichtig, die man im Studium hat. Ich hab Zeit um einen Jahrhundertroman zu schreiben oder auszuschlafen – und mich in manch zukunftspanischem Moment zu fragen, ob es die Ausbildung zur Bankkauffrau nicht auch getan hätte. Denn, wie du es ja bereits beschrieben hast, auch mit einem Studienabschluss in Kunstgeschichte und Literatur hat wirklich niemand auf einen gewartet.

Diesen Text schreibe ich übrigens während einer Vorlesung, bei der ich nur Bahnhof verstehe. Dank Studium befinde ich mich derzeit in Italien und fahre jeden Tag mit dem Boot zur Uni. Ein klein bisschen neidisch darfst du da sein, liebe Ani, denn es ist wirklich ganz toll. Bin ich umgedreht aber auch auf dich, weil du stattdessen deinen Weg in der Schauspielschule gemacht hast – das war ganz lange auch ein Traum von mir.

„Studieren Sie auf Lehramt?“, fragte mich jüngst mein Erasmus-Koordinator. „Nein, auf Hartz IV“, antwortete ich. Da musste er lachen: „Sie finden ihren Weg, ich hab da vollstes Vertrauen in Sie.“ Und ich möchte ihm das wirklich gerne glauben.

Das war schon der erste Streich. Wir sehen uns im nächsten Monat!