![]() |
| SOURCE |
Liebe ist gemein. Wahnsinnig kompliziert. Kostet schlaflose Nächste und stündlich hundert Herzpunkte auf der Emotionsskala. Und dennoch suchen wir das. Die Liebe. Das Lieben und Geliebt-werden. Die zweite Kaffeetasse auf dem Frühstückstisch, das Ankommen ohne etwas erklären zu müssen, die schmutzige Wäsche auf dem Schlafzimmerboden, die uns zur Weißglut bringt.
"Der letzte schöne Herbsttag" erzählt von einem solchen Miteinander. Claire: diskussionsfreudig, begeisterungsfähig, hypochondrisch, emotional. Leo: wortkarg, Naturbursche, Gefühlslegastheniker. Beide so unterschiedlich wie es nur geht, beide irgendwie der Prototyp ihres jeweiligen Geschlechts, beide aber auch: Total verrückt nacheinander. Erstmal. Denn wie lange geht das gut, wenn der eine immer und der andere nie reden will? Wenn im einen Moment alles perfekt scheint und im nächsten alles kaputt? Wie viel Toleranz geht über kurz oder lang? Und reicht die Liebe, um das, was fehlt, zu überbrücken?
Wir sind eine Weile dabei, begleiten Claire und Leo, an den schönen Tage und den schwierigen Momenten dazwischen. Und wir hören sie erzählen: Von Ideen und Wünschen, über die eigene Person und über den anderen. Da muss man dann manchmal schmunzeln, manchmal laut lachen und manchmal mitheulen. Über so viel Um-sich-selbst-kreisen. Darüber, wie scheiße Liebe sein kann und darüber, dass der einzige Mensch, der einen so unglaublich verletzen kann, oft auch der einzige ist, der die Tränen zu trocknen vermag.
Kein Film für Actionliebhaber oder Pathoskino, stattdessen eine leise Geschichte, die einen immer wieder gnadenlos niederreißt und aufbaut. Ein Lieblingsfilm seit langem und euch wärmstens empfohlen.
Kein Film für Actionliebhaber oder Pathoskino, stattdessen eine leise Geschichte, die einen immer wieder gnadenlos niederreißt und aufbaut. Ein Lieblingsfilm seit langem und euch wärmstens empfohlen.



