So, anyone watched the Oscars last night?

posted on: Montag, 3. März 2014

Pizza, Selfies and feel good harmlessness - what would usually describe the average movie night is also true for the Academy Awards 2014






Anyone else felt a little disappointed about the Oscars last night? I mean, after two minutes of Steven Gätjen talking to A-Promis on the red carpet I already wanted to switch off the TV from all the second-hand embarassment, but what can you do? His awkward way of talking to people that would rather be somewhere else (e.g. Ethan Hawke) has become the hate-love prelude of my Oscar Night tradition. 

Still, the hopes were high. Ellen Degeneres as a host and another Oscar that Leo is probably going to miss out on - potential for an entertaining show. But what did we get in the end? Beautiful Jennifer Lawrence with a Hilary Clinton commemoration hairdo (sorry, Jan, I stole that one!) and a picture in my head of Brad Pitt giving out plastic plates to his fellow actors that I want to forget about so badly. There were charming moments (Meryl Streep shaking da boobies for Pharell Williams), lovely speeches (Jared Leto and Lupita Nyongo), pathos (Bette Midler singing "Did you ever know that you're my hero" made me want to burn the whole Academy down immediately) and weird moments (honestly, what was Matthew McCounaghey trying to tell us? And how on earth do I write his name?). But even though it was at times entertaining and the twitter orgy of Ellen proved that the award show arrived in the 21st century, that special something kept missing - goddammit, at times I wished for a second "Boobs"-Song sung by Meryl Streep just to add a little edge to this whole event. Or Miley coming in like a wrecking ball, shoving Bette off the stage. (Just some suggestions, dear Academy, feel free to use them next time, but please give credits.)

We are left with the realization that stars are just human beings laughing awkwardly in selfies and looking just as unelegant eating pizza as us mere mortals. Although I refuse to believe that this is what we want from one of the last true events of sheer glamour and uninhibited star cult. 

Anschauen: Der letzte schöne Herbsttag

posted on: Freitag, 27. Dezember 2013

SOURCE
Liebe ist gemein. Wahnsinnig kompliziert. Kostet schlaflose Nächste und stündlich hundert Herzpunkte auf der Emotionsskala. Und dennoch suchen wir das. Die Liebe. Das Lieben und Geliebt-werden. Die zweite Kaffeetasse auf dem Frühstückstisch, das Ankommen ohne etwas erklären zu müssen, die schmutzige Wäsche auf dem Schlafzimmerboden, die uns zur Weißglut bringt.

"Der letzte schöne Herbsttag" erzählt von einem solchen Miteinander. Claire: diskussionsfreudig, begeisterungsfähig, hypochondrisch, emotional. Leo: wortkarg, Naturbursche, Gefühlslegastheniker. Beide so unterschiedlich wie es nur geht, beide irgendwie der Prototyp ihres jeweiligen Geschlechts, beide aber auch: Total verrückt nacheinander. Erstmal. Denn wie lange geht das gut, wenn der eine immer und der andere nie reden will? Wenn im einen Moment alles perfekt scheint und im nächsten alles kaputt? Wie viel Toleranz geht über kurz oder lang? Und reicht die Liebe, um das, was fehlt, zu überbrücken?

Wir sind eine Weile dabei, begleiten Claire und Leo, an den schönen Tage und den schwierigen Momenten dazwischen. Und wir hören sie erzählen: Von Ideen und Wünschen, über die eigene Person und über den anderen. Da muss man dann manchmal schmunzeln, manchmal laut lachen und manchmal mitheulen. Über so viel Um-sich-selbst-kreisen. Darüber, wie scheiße Liebe sein kann und darüber, dass der einzige Mensch, der einen so unglaublich verletzen kann, oft auch der einzige ist, der die Tränen zu trocknen vermag.

Kein Film für Actionliebhaber oder Pathoskino, stattdessen eine leise Geschichte, die einen immer wieder gnadenlos niederreißt und aufbaut. Ein Lieblingsfilm seit langem und euch wärmstens empfohlen.

Beyoncé: Ein Hooray für Frauenpower

posted on: Dienstag, 17. Dezember 2013

Source: Beyonce/I am


Beyoncé hat alles im Griff und schafft es mit ihrem fünften Studioalbum die ganze verdammte Welt in Erstaunen zu versetzen. 14 neue Songs und 17 neue Videos, "the visual album", einfach so, aus dem Nichts. Und allein das Intro auf ihrer Website flasht. Schaut unbedingt das Video, in dem sie über die Veränderung spricht, die sie derzeit in der Musikszene wahrnimmt. Ich muss ja gestehen, dass ich schon immer mehr Bewunderung für die Person Beyoncé übrig hatte, als dass ich tatsächlich ein Fan ihrer Musik gewesen wäre (es kann kein Zufall sein, dass der Spruch "You have as many hours in a day as Beyoncé" über meinem Schreibtisch hängt), aber selbst das ändert sich, desto mehr Musikalisches vom neuen Album durch diverse Blogzines und YouTube Videos in meine Gehörgänge schwappt. In diesem Sinne: Who run the world? Girls!

Memories take me back to all the wildest times

posted on: Dienstag, 10. Dezember 2013



Ich bin mal wieder sowas von zu spät zur Party der coolen Kids, aber wenn ich ehrlich sein soll ist das heißeste Trio im Jahre 2013 musikalisch total an mir vorbei gezogen. Wobei, gelesen habe ich von den Ladies schon, fand sie aber nicht zuletzt nach einem etwas befremdlichen Auftritt bei Circus Halligalli recht durchschnittlich. Gestern allerdings hörte ich durch Zufall nochmal ein Lied der Band und bekam aus heiterem Himmel Lust auf mehr. Schreiben muss man zu den Dreien ja nun wirklich nix mehr, haben alle anderen ja schon vor einem getan. Deswegen lehne ich mich zurück, genieße die "Neuentdeckung" und nerve meine Freunde mit den Songs, die sie schon seit Wochen nicht mehr hören können.

Gesehen: Das französische Drama "Jung und Schön"

posted on: Samstag, 7. Dezember 2013

Bildquelle: Moviepilot
"Wir hätten gerne drei Karten für Reich und Schön", sage ich und erst der irrtierte Blick der Dame hinter dem Kinoticketschalter lässt mich merken, dass ich da wohl gerade etwas verwechselt habe. "Jung und schön, meinst du", ruft eine Freundin von hinten. Ääh, ja klar, genau den.

Wie kommt man dazu einen Film über eine junge Französin anzuschauen, die beginnt sich im Alter von 17 Jahren zu prostituieren? Wohl eher zufällig. Ich jedenfalls. Eigentlich wollten wir in einen anderen Film, als der ausverkauft war, entschieden wir uns kurzfristig für das französische Drama. Ein bisschen Skepsis war aufgrund der Handlung durchaus vorhanden, die sich angesichts der beunruhigend hohen Anzahl älterer Herren im Publikum nicht unbedingt verringerte. Harter Tobak auf jeden Fall - oder einfach nur der Versuch durch eine skandalträchtige Geschichte Zuschauerzahlen zu maximieren?

"Es war wie ein Spiel. In dem Moment habe ich fast nichts gefühlt, aber wenn ich daran zurück dachte später, Zuhause oder in der Schule, dann hatte ich Lust es wieder zu tun." 

Und da sitzt man dann plötzlich und schaut sich 90 Minuten lang an, wie Marine Vacth alias Isabelle mit Schlafzimmerblick und vollen Lippen abwesend in die Gegend schaut, egal, ob sie gerade die Blumen auf der Wandtapete zählt oder mit einem Freier schläft. Am Anfang scheint ja noch alles ganz normal zu sein. Familienferienhausidylle, die Chance auf eine Sommerliebe - dazwischen Isabelle, die nach ihrem nicht gerade berauschenden ersten Mal im Urlaub daheim beginnt, mit Männern gegen Geld zu schlafen. Viel Geld. Warum? Das wird nicht ganz klar. Vielleicht gegen die Langeweile des durchschnittlichen Teenageralltags, das Desinteresse, das sie vielen Gleichaltrigen entgegen bringt, vielleicht auch der klischeehafte Vaterkomplex. Seltsam träumerisch und unbeteiligt wirkt sie, auch wenn ihre Lügen irgendwann auffliegen, wenn die Mutter verzweifelt da steht und immer wieder von "ihrem kleinen Mädchen" spricht. Doch nicht nur die Charaktere im Film kommen kaum an Isabelle ran, auch die Distanz zum Zuschauer bleibt durchgehend gewahrt. So sind zum Schluss zwar viele Fragen offen, doch wenigstens spart sich der Film die beim Schauen zeitweise befürchtete Moralkeule.

"Jung und schön" ist ein leiser Film, der ein paar Klischees bedient (warum nur habe ich in der Hauspartyszene permanent darauf gewartet, dass "Dreams are my reality" zu spielen beginnt?), manchmal sehr ästhetisch wirkt und manchmal arg befremdlich. Regisseur Francois Ozon ist auf jeden Fall ein Film gelungen, über den geredet werden kann. Was man dann allerdings sagt, muss jeder selbst entscheiden.

Life happens: Frances Ha

posted on: Montag, 25. November 2013

Heute ein heißer Tipp, solltet ihr euren Weihnachtswunschzettel noch nicht Richtung Nordpol abgesandt haben. Frances Ha, definitiv ein Highlight meines Filmjahres 2013. Ich selbst sah den Film, als wir an einem Julitag in London vor dem heißen Wetter in ein kühles Kino flüchteten - und jubilierte. Nicht nur, weil es in England gang und gebe ist auch mal alleine ins Kino zu gehen, was ich ganz großartig finde. Nein, auch weil sich in diesen zwei Stunden die Neuentdeckung eines cineastischen Kleinods vollzog.

Worum geht es?
Die Endzwanzigerin Frances Halladay (dargestellt von der bezaubernden Greta Gerwig) hat zwei große Lieben im Leben: Das Tanzen und ihre beste Freundin Sophie. Als diese aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, stürzt Frances in eine Krise. Der Zuschauer folgt ihr während einer ermüdenden Sinnsuche zwischen Wohngemeinschaften, flüchtigen Bekanntschaften, verlorenen Freundschaften und dem Wunsch, als Künstlerin in New York Fuß zu fassen.

Beste Szene?
Ein Kurztrip nach Paris, der entgegen aller Erwartungen verläuft.

Klügste Worte?
"It’s that thing when you’re with someone and you love them and they know it, and they love you and you know it, but it’s a party! And you’re both talking to other people and you’re laughing and shining and you look across the room and catch each other’s eyes. But…but not because you’re possessive or it’s precisely sexual but because that is your person in this life. And it’s funny and sad but only because this life will end. And it’s this secret world that exists right there in public unnoticed that no one knows about. It’s sort of like how they say that other dimensions exist all around us, but we don’t have the ability to perceive them. That’s…that’s what I want out of a relationship or just life, I guess."

Warum anschauen?
Komplett in schwarz-weiß gehalten, ist "Frances Ha" schon rein visuell ein Leckerbissen. Außerdem lernen wir: Life happens. Vor allem, wenn man gerade mal nicht aufpasst. Manchmal muss man sich von alten Träumen verabschieden, um Platz für Neues zu schaffen. Und anderen guckt man sowieso immer nur vor den Kopf. 

Der Film bringt das Gefühl des Verlorenseins perfekt auf den Punkt, auch wenn man die Hauptdarstellerin manchmal gerne schütteln und dann im nächsten Moment gleich in den Arm nehmen will. "Frances Ha" ist ein Film über das Erwachsenwerden. Manchmal ein bisschen kitschig, stellenweise ein wenig zu hip. Vor allem aber: Liebenswert, irgendwie bezaubernd und seltsam tröstlich. Unbedingt anschauen!

Die DVD kommt laut Amazon am 13. Dezember. Hier geht es zum Trailer

Maybe watch this: Finsterworld

posted on: Freitag, 8. November 2013



You probably want to watch this movie. I know I do. And this is why I peel myself out of my yoga pants tonight and put on something more appropriate. In this effect: Simsalabimsamsasaladusaladim and a wonderful start into your weekend for everyone!

(sorry, guys, its a german movie!)

A(nother) letter to a favourite band

posted on: Montag, 4. November 2013

Dear Editors,

we have history, you guys cannot deny that. Although I am pretty sure you don’t remember these two 14 year old girls, showing up early in front of the concert hall, desperate to catch a glimpse at you getting ready for the big night, begging the security men to let us sneak in for the sound check, knowing every word to every song and staying after the very last encore, trying to get our hands on a set list or a drum stick. 

But we are all grown-ups now and know: Life happens and it happened to us. Kind of like being in a long term relationship, when you wake up one day and start to wonder if what you feel is simply a calmer more mature kind of love or if this relationship has become nothing but a deep friendship sprinkled with habit. Back then I broke up with you and took the easy way out, writing a letter here on this very blog. It was a hard time for me too, even though I can assure you with all my heart: It was not me, it was you. You wanted the big stage, I longed for intimacy. You wanted stadium rock, I wanted the old anthems with a whole lot of soul and a little bit of Pathos on the side. Hell, you even kicked out Chris and replaced him with these two guys whose names I can’t remember.

I am writing this in my apartment, while the soy milk flocks in my coffee and I am still humming "Two Hearted Spider" in my mind. Yesterday we met at the E-Werk here in my hometown and what can I say, it was all there again. The lights, the songs, the feeling. We danced to "Papillon" and the first tones of "All sparks" reminded me that old love never dies. Not quite.

So what I am trying to say here is, I think I made a big mistake. You might not want to hear this, you might even still be angry, but I just wanted to get this off my chest. After all, I am pulling off a Julia Roberts here, being a girl standing in front of her favourite band, asking for one more chance to work things out?

Truly, madly, deeply,

Gina